Skip to main content

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

man muss wahrlich kein Hellseher sein, um festzustellen, dass bezahlbarer Wohnraum ein kostbares Gut ist, das in Zukunft immer knapper wird. Selbst die Politik hat inzwischen die Notwendigkeit erkannt, das Angebot gerade im preiswerten Segment dringend verbessern zu müssen. Aus diesem Grund hatte die baden-württembergische Landesregierung vor der Sommerpause noch eilig eine Wohnraum-Allianz gegründet, die sich dieses Problems annehmen soll. Über den Sinn derartiger Gremien ließe sich per se schon vortrefflich streiten. Abwegig wird es jedoch, wenn gleichzeitig andere politische Prozesse ins Rollen gebracht werden, die im krassen Gegensatz zu den selbst gesteckten Zielen im Wohnungsbau stehen: Die Rede ist von der geplanten Erhöhung der Grunderwerbsteuer. Als wäre es nicht genug, dass der Fiskus allein durch die ständig steigenden Immobilienpreise mehr Geld erhält, will er den Käufern nun noch zusätzlich in die Tasche greifen. Mehr dazu und zu unseren jüngsten Privatisierungsprojekten in Heilbronn lesen Sie im aktuellen Newsletter. Ich wünsche Ihnen interessante Einblicke.

Ihr

Dieter Schwahn

Debatte über Erhöhung der Grunderwerbsteuer:

„Ein falsches Signal zur falschen Zeit“

Der Ruf nach bezahlbaren Wohnungen wird immer lauter: Knappes Angebot, hohe Nachfrage – die Immobilienpreise, und damit auch die Mieten, erreichen längst ungeahnte Höhen. Angesichts dieser Entwicklung macht sich die Politik vordergründig für mehr Wohnraum stark und legt fleißig neue Förderprogramme auf. Dass die grün-schwarze Regierungskoalition dennoch eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer in Betracht zieht, will da nicht so recht ins Bild passen. Doch mit diesen Plänen befindet sich Baden-Württemberg in bester Gesellschaft, wie der Blick in andere Bundesländer zeigt.

Kaum eine andere Steuer ist in den vergangenen Jahren so stark gestiegen wie die Grunderwerbsteuer. Noch vor 10 Jahren hatte der Satz in allen Bundesländern einheitlich 3,5 Prozent vom Kaufpreis betragen. Seit 2006 ist diese Steuer stolze 25-mal erhöht worden. Mit der angekündigten Erhöhung in Thüringen steht die 26. Verteuerung bereits fest. Damit zogen die Nebenkosten beim Immobilienkauf in jüngster Vergangenheit länderübergreifend merklich an. Dass es auch anders geht, beweisen lediglich Bayern und Sachsen: Dort wurde seit 1998 nicht mehr an der Steuerschraube gedreht.

Auch in Baden-Württemberg gehörte 2011 die Erhöhung der Grunderwerbsteuer auf 5 Prozent zu den ersten Amtshandlungen der neu gewählten Regierung um Ministerpräsident Winfried Kretschmann, wofür Grüne und SPD seitens der Union heftig kritisiert wurden. Fünf Jahre später scheint auch die CDU, inzwischen selbst wieder Regierungsmitglied, keine Bedenken mehr zu haben, den Häuslebauern nochmals tiefer in die Tasche zu greifen: Die Rede ist von einem Steuersatz von 6 oder 6,5 Prozent – womit die klamme Landeskasse auf einen Schlag mit mehreren Hundert Millionen pro Jahr aufgebessert werden könnte.

„Was für den Fiskus erfreulich sein mag, ist für Immobilienkäufer doppelt ärgerlich und wäre ein falsches Signal zur falschen Zeit“, kommentiert SüdWERT-Geschäftsführer Dieter Schwahn die Pläne der Landesregierung. Das Steueraufkommen steige nicht nur deshalb, weil die Steuersätze angehoben werden. „Auch die steigenden Immobilienpreise führen dazu, dass der Fiskus mehr Geld erhält. Gerade für Menschen mit knappen Budgets wie etwa jungen Familien rückt der Traum vom eigenen Heim damit in unerreichbare Ferne“, gibt der Immobilienexperte zu bedenken. Ein Anstieg der Kaufnebenkosten wirke sich für Eigenheimerwerber zudem bei der Finanzierung negativ aus: „Idealerweise werden Kaufnebenkosten mit Hilfe des Eigenkapitals finanziert. Höhere Ausgaben für Grunderwerbsteuer schmälern damit das Sparguthaben, das in die Finanzierung eingebracht werden kann.“ Über die Steuererhöhung werde beim Aufstellen des Landeshaushalts 2017 im Herbst entschieden, heißt es aus Regierungskreisen.

Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben:

REGIOWERT schließt weitere Privatisierungsprojekte ab

Die SüdWERT Wohnungsprivatsierungsgesellschaft und die Stadtsiedlung Heilbronn verbindet eine langjährige Partnerschaft. Bereits 2002 haben die beiden Immobilienunternehmen die gemeinsame Tochtergesellschaft REGIOWERT gegründet, deren Geschäftsfeld die Privatisierung von Objekten aus dem Bestand der Stadtsiedlung sowie Dritten aus der Region Heilbronn-Franken ist. Dank dieser Zusammenarbeit konnten sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Menschen aus Heilbronn und Umgebung den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen. Erst kürzlich hat die REGIOWERT drei weitere Privatisierungsmaßnahmen abgeschlossen und damit ihre Erfolgsgeschichte fortgeschrieben.

Um auch Immobilieninteressenten mit kleinerem Budget adäquates Wohneigentum anbieten zu können, hat es sich die REGIOWERT zur Aufgabe gemacht, ausgewählte ältere Wohnanlagen für die Zukunft zu ertüchtigen und anschließend in private Hand zu geben. Die meisten dieser Objekte stammen aus dem Bestand der Stadtsiedlung Heilbronn und werden im Rahmen der Privatisierung vorzugsweise den bisherigen Mietern zum Kauf angeboten.

Nach diesem bewährten Modell hat die REGIOWERT vor wenigen Monaten drei weitere Projekte abgeschlossen: Bereits zu Jahresbeginn wurde die letzte von insgesamt 24 Wohnungen in der Herbert-Hoover-Straße verkauft. Die Wohnanlage aus den 1950er-Jahren liegt im Süden Heilbronns in einem gewachsenen Wohngebiet mit viel Grün zwischen den Gebäuden. Ebenfalls abgeschlossen ist die Privatisierung einer Wohnanlage mit 13 Einheiten im Stadtteil Sontheim. Das Objekt aus dem Bestand der Stadtsiedlung Heilbronn wurde 1981 erbaut und ist mit einer Bindungsfrist bis 31. Dezember 2020 öffentlich gefördert.

Etwas länger zurück liegt die Privatisierung der Wohnanlage Lenaustraße3, die bereits 2013 abgeschlossen wurde. Für Projektleiter und SüdWERT-Prokurist Ulrich Roller ist diese Maßnahme jedoch nach wie vor ein Musterbeispiel für das sozialverträgliche Vorgehen der REGIOWERT. Das Objekt umfasst 6 Wohnungen und liegt in einer gefragten Wohngegend mit gewachsenem Umfeld im Heilbronner Osten. Alle 6 Wohnungen waren nach kurzer Zeit verkauft. 2 davon wurden von Mietern erworben; einer der Mieter hat zusätzlich eine Wohnung gekauft, die zuvor leer stand. Außerdem hat die Tochter eines Mieters eine vermietete Wohnung erworben. Dass ein großer Teil der Wohnungen an Mieter und an Käufer aus dem Umfeld der Mieter verkauft wurde, zeigt aus Rollers Sicht, „dass unser Angebot überzeugen konnte“. Joachim Beuchert, Prokurist bei der Stadtsiedlung Heilbronn und neben SüdWERT-Chef Dieter Schwahn Geschäftsführer der gemeinsamen Tochtergesellschaft REGIOWERT, teilt diese Auffassung. Im Interview berichtet Beuchert über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der SüdWERT.

Herbert-Hoover-Straße:
Lage/Stadtteil: Heilbronn-Süd
Straße: Herbert-Hoover-Straße 20-24
Baujahr: ca. 1951
Privatisierung: 2013-2016
Wohneinheiten: 24 Wohnungen
Lenaustraße:
Lage/Stadtteil: Heilbronn-Ost
Straße: Lenaustraße 3
Baujahr: ca. 1960
Privatisierung: 2013
Wohneinheiten: 6 Wohnungen
Parkstraße:
Lage/Stadtteil: Heilbronn-Sontheim
Straße: Parkstraße 29-31
Baujahr: 1981
Privatisierung: 2013-2016
Wohneinheiten: 13 Wohnungen

Im Gespräch mit…

Joachim Beuchert,
Geschäftsführer der REGIOWERT

Herr Beuchert, was zeichnet die Partnerschaft zwischen der SüdWERT und der Stadtsiedlung Heilbronn aus Ihrer Sicht aus?

Unsere Zusammenarbeit begann bereits Anfang der 2000er-Jahre. Die SüdWERT war für die Stadtsiedlung damals ein idealer strategischer Partner für die Konsolidierung des eigenen Wohnungsportfolios. Nach der sozialverträglichen Privatisierung eines großen Objekts aus unserem Bestand kamen wir sehr bald überein, diese Partnerschaft in einem eigenen gemeinsamen Unternehmen, der REGIOWERT, fortzuführen. Bis heute ist diese Partnerschaft gekennzeichnet von einem absolut vertrauensvollen Umgang miteinander. Zugrunde liegt dabei das klare Ziel des wirtschaftlichen Erfolgs, ohne dabei den sozialen Hintergrund dieses Geschäftsfelds aus den Augen zu verlieren.

Sozialverträglichkeit spielt für Ihre Gesellschaft eine wichtige Rolle. Was unterscheidet SüdWERT und REGIOWERT von anderen Privatisierungsanbietern am Markt?

Andere Anbieter lassen den Aspekt der Sozialverträglichkeit gern unberücksichtigt und agieren ausschließlich nach der Maxime der Gewinnmaximierung. Daher haben sie oft auch kein Interesse an Investitionen in das künftige Gemeinschaftseigentum der Wohnanlagen, bevor diese zum Kauf angeboten werden. Hier arbeiten SüdWERT und REGIOWERT sehr verantwortungsvoll und sorgen dafür, dass die künftigen Wohnungseigentümer auf absehbare Zeit keine zusätzlichen Belastungen befürchten müssen. Und nicht zuletzt fehlt anderen Anbietern auf dem Markt meist auch der regionale Bezug.

Seit der Gründung der gemeinsamen Tochtergesellschaft REGIOWERT wurden zahlreiche Wohnanlagen aus dem Bestand der Stadtsiedlung Heilbronn in private Hand gebracht. Was war das Erfolgsrezept bei diesen Maßnahmen?

Dieses liegt in der Grundidee der sozialverträglichen Mieterprivatisierung: Das abgestufte Angebotsverfahren räumt Mietern sowie deren Angehörigen und Freunden erste Priorität ein, danach werden Eigennutzern freie Wohnungen angeboten und erst ganz zum Schluss kommen Kapitalanleger bei vermieteten Wohnungen zum Zug. Und die Preisgestaltung folgt ebenfalls diesem abgestuften Verfahren, das heißt, der Mieter hat den günstigsten Kaufpreis. Der den Bestandsmietern zusätzlich angebotene erweiterte Schutz vor Eigenbedarfskündigung durch den neuen Eigentümer hat ein Übriges getan.

Als Abteilungsleiter der Bestandsbewirtschaftung haben Sie verschiedene Privatisierungsmaßnahmen der REGIOWERT persönlich begleitet. Erst kürzlich wurden die Projekte in der Herbert-Hoover-Straße und in der Parkstraße abgeschlossen. Warum hat sich die Stadtsiedlung von diesen Objekten getrennt?

Wie bereits erwähnt, hat die Stadtsiedlung in den vergangenen Jahren eine umfassende Bestandskonsolidierung vorgenommen. Diese bestand in erster Linie in einem langfristig angelegten Modernisierungsprogramm, das mittlerweile nahezu abgeschlossen ist. Es gab in dieser Zeit auch strategische Ankäufe von Beständen, wenn diese das Angebotsspektrum des Unternehmens ergänzt haben. Darüber hinaus haben wir uns aber auch von einzelnen Objekten getrennt, wenn diese nicht mehr in das Gesamtportfolio gepasst haben. Die Herbert-Hoover-Siedlung mit annähernd 300 Wohnungen wurde noch von der Stadtsiedlung Mitte der 1990er-Jahre privatisiert. Da lag es nahe, das einzige Haus, das zwischenzeitlich von einer Stuttgarter Wohnungsgesellschaft erworben worden war, ebenfalls auf diesem bewährten Weg abzugeben. Beim Objekt in der Parkstraße im Stadtteil Sontheim handelte es sich um ein Einzelobjekt im alten Ortskern. Unsere Bestände in Sontheim befinden sich ansonsten in zusammenhängenden Quartieren, vor allem im neueren Wohngebiet Sontheim-Ost.

Ähnliche Beweggründe dürften zum Verkauf der Wohnanlage Lenaustraße 3 geführt haben. Auch dort haben sich einige der langjährigen Mieter zum Kauf ihrer Wohnung entschlossen. Wie sieht im Allgemeinen der Dialog mit den Mietern aus, wenn eine Privatisierungsmaßnahme angestoßen wird?

Das Objekt Lenaustraße 3 liegt im bevorzugten Heilbronner Osten. Auch dieses Haus zählt nicht zu den originären Beständen der Stadtsiedlung, sondern wurde als Teil eines größeren Pakets vor Jahren angekauft. Hier sahen wir in der Mieterprivatisierung größeres Potential als in der Bestandshaltung – und diese Einschätzung wurde durch den Verkaufserfolg auch bestätigt. Die Mieter erfahren zuerst von der Stadtsiedlung als aktuellem Vermieter, wenn eine Privatisierung geplant ist. In der Regel wird zu einer Mieterversammlung eingeladen und Vertreter der Stadtsiedlung, REGIOWERT oder SüdWERT erläutern ausführlich das geplante Vorgehen. Ziel dieser Veranstaltung ist es vor allem, den Mietern die Angst zu nehmen, sie könnten durch den Verkauf des Objekts an die REGIOWERT in irgendeiner Weise benachteiligt sein. Denn dem ist nicht so. Im Gegenteil: Die Mieter können ihre Wohnung zu günstigen Bedingungen erwerben. Und sie erleiden keinerlei Nachteile, wenn sie sich dagegen entscheiden. Dieses Modell bietet vor allem Haushalten mit etwas geringerem oder mittlerem Einkommen die Möglichkeit, Wohneigentum und damit auch einen zusätzlichen Baustein für die Altersvorsorge zu schaffen.

Überarbeitete Online Präsenz:

SüdWERT präsentiert neue Unternehmens-Website

Die SüdWERT hat ihren Markenauftritt modernisiert: Der Spezialist für Wohnungsprivatisierungen aus Bietigheim-Bissingen präsentiert sich seit Kurzem mit einer komplett überarbeiteten Unternehmens-Website. Neben einer aufgefrischten Optik bietet die neue Online-Präsenz eine optimierte Seitenstruktur, die eine intuitive Bedienung der Nutzeroberfläche ermöglicht.

Soziale Verantwortung und faire Konditionen stehen seit jeher im Mittelpunkt des unternehmerischen Denken und Handelns der SüdWERT. Rund 300 Wohneinheiten bringt das Unternehmen nach der Devise „Mieter werden Eigentümer“ pro Jahr in private Hand. Da bezahlbares Wohnen nach wie vor zu den wichtigsten Themen der Immobilienbranche zählt, stößt das sozialverträgliche Modell der SüdWERT regelmäßig auf großes Interesse bei öffentlichen und privaten Eigentümer älterer Mietwohnanlagen.

In diesem Zusammenhang ist der Relaunch der Unternehmens-Website ein wichtiger Schritt, der die konsequente Ausrichtung der SüdWERT auf die medialen Herausforderungen der Zukunft unterstützen soll. Eine zeitgemäße Menüstruktur und das frische Design tragen dazu bei, dass Interessenten mit wenigen Mausklicks alle Informationen finden, die sie benötigen. Die Hauptrubriken „Unternehmen“, „Verkauf Wohnungen“, „Ankauf Wohnungen“, „Newsletter“ und „Kontakt“ geben umfassenden Einblick in die vielfältigen Leistungen und Dienstleistungsangebote. Ein klassisches Drop-Down-Menü bietet dabei maximalen Bedienkomfort.

Für einen echten Mehrwert sorgt das umfangreiche Newsletter-Archiv, in dem sich die Besucher der Website mit wenigen Mausklicks über sämtliche Neuigkeiten rund um die SüdWERT auf dem Laufenden halten können. Spannende Hintergrund-Storys, ausführliche Projektberichte und persönliche Interviews gewähren einen umfassenden Einblick in die Arbeit des SüdWERT-Teams. Zusätzlich können Interessen schnell und unkompliziert auf aktuelle Immobilienangebote zugreifen.

Trotz der Informationsvielfalt, die das erneuerte Online-Angebot bietet, stehen die traditionellen Unternehmenswerte auch künftig im Mittelpunkt. „Angesichts unserer sozialen Verantwortung ist es uns stets ein Anliegen, auch für Menschen mit vergleichsweise geringen Einkommen, bezahlbares Wohneigentum bereitzuhalten“, betont SüdWERT-Geschäftsführer Dieter Schwahn. „Diesen Anspruch wollen wir auch durch unsere neue Website zum Ausdruck bringen.“