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Liebe Leserin, lieber Leser

Wohngipfel, Baukostensenkungskommission, Wohnraum-Allianz – bereits seit einer gefühlten Ewigkeit befassen sich diverse Fachgremien auf Bundes- und Länderebene regelmäßig mit der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt. Allein: Konkrete Lösungen sind derzeit nicht in Sicht, was echte Branchenkenner jedoch wenig überraschen dürfte. Denn so lange Bauland knapp und die Nachfrage hoch ist, werden die Grundstückspreise zwangsläufig steigen – was wiederum zur Folge hat, dass nicht in ausreichendem Maße preiswerter neuer Wohnraum entsteht. Will heißen: Neubauimmobilien sind für einen Großteil der Bevölkerung schlichtweg unerschwinglich geworden. Wer sich also heutzutage den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, benötigt entweder ein prall gefülltes Portemonnaie oder muss sich auf die oftmals zeitintensive und manchmal auch ernüchternde Suche nach geeigneten Bestandsimmobilien machen. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Privatisierungsmodell der SüdWERT weiter an Bedeutung, was wir gerne zum Anlass nehmen, Ihnen in diesem Newsletter unser aktuelles Objektportfolio und unser sozialverträgliches Konzept näher vorzustellen.

Bestandsimmobilien gewinnen für Selbstnutzer weiter an Bedeutung

In den meisten deutschen Ballungszentren herrscht bereits seit vielen Jahren akute Wohnungsknappheit. Zunehmende Singlehaushalte, zu wenige Neubaufertigstellungen und Zuwanderung gehören zu den Gründen. Baulandpreise steigen seit Jahren und da für viele Selbstnutzer der Erwerb einer Neubauwohnung inzwischen viel zu teuer geworden ist, kommen als Alternative zur Eigentumsbildung für viele Menschen ausschließlich Bestandsimmobilien infrage.

Das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage auf den Wohnungsmärkten im Südwesten macht mehr als deutlich, dass der Wohnraummangel eine der zentralsten Herausforderungen Baden-Württembergs bleibt. Laut einer von der L-Bank beauftragten Prognos-Studie aus dem Jahr 2017 stieg zwischen 2011 und 2015 die Nachfrage nach Wohnungen um 4,6 Prozent, das Angebot wuchs jedoch nur um 2,5 Prozent an. Das ergibt eine „aufgelaufene Baulücke“ von 88.000 fehlenden Wohnungen. Der Wohnungsbedarf in Baden-Württemberg ist demnach nur zu 60 Prozent gedeckt. Ob die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen wie die Einführung des Baukindergelds oder mehr Wohngeld für Haushalte mit niedrigem Einkommen tatsächlich die erhoffte Wende bringen, wird jedoch von zahlreichen Branchenexperten und Fachverbänden bezweifelt.

„Wir dürfen den gesellschaftlichen Auftrag, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, nicht ausschließlich auf das Wohnen zur Miete reduzieren, sondern sollten ebenso das Wohnen im Eigentum einbeziehen. Wohnungsprivatisierung bietet einer breiten Bevölkerungsschicht erstmals die Möglichkeit, Wohneigentum zu erwerben. In Deutschland besteht aber eindeutig noch Nachholbedarf“, sagt SüdWERT-Geschäftsführer Dieter Schwahn.

Dabei ist das Potenzial an Wohneigentumserwerbern hierzulande so groß wie nirgendwo sonst in Europa: Mit einer Eigentumsquote von derzeit 53 Prozent ist Deutschland neben der Schweiz nach wie vor Schlusslicht. Auf der anderen Seite – auch das legen verschiedene Studien nahe – wünschen sich rund 80 Prozent der Deutschen Wohneigentum und sehen dies als wichtiges Element der Altersvorsorge. „Angesichts dessen ist es umso wichtiger, dass die Privatisierung von Wohnungsbeständen als Bestandteil integrierter Stadtentwicklungskonzepte verstanden wird“, so Schwahn weiter. „Zum einen wirken sich dabei gemischte Bewohnerstrukturen stabilisierend auf die Nachbarschaft aus. Zum anderen sind Wohnungseigentümer nachweislich stärker um ein gepflegtes und sicheres Wohnumfeld bemüht.“

Insbesondere vor diesem Grund ist es aus Sicht des SüdWERT-Geschäftsführers unverständlich, dass derzeit einige Politiker öffentlich die Meinung vertreten, die Aufteilung von Mietshäusern solle verboten werden. Schwahn: „Warum will man Mieter vor dem Erwerb der eigenen Wohnung schützen? Durch Aufteilung geht doch kein Quadratmeter Wohnraum verloren. Eine sozial verantwortlich gestaltete Wohnungsprivatisierung garantiert optimalen Mieterschutz!“

Ein Zuhause mit Zukunft: Das Objektportfolio der SüdWERT im Überblick

Als Marktführerin in Süddeutschland steht die SüdWERT seit 1998 für sozialverträgliche Wohnungsprivatisierungsmaßnahmen in allen Größenordnungen. Gemäß des Leitspruchs „Mieter werden Eigentümer“ hat das Unternehmen bereits unzähligen Menschen zu preiswertem Wohneigentum verholfen. Um diesen Weg erfolgreich fortsetzen zu können, wird das Immobilienportfolio ständig erweitert. Derzeit umfasst es knapp 600 Wohneinheiten.

Im Gespräch mit...

...Prokurist und Projektleiter Ulrich Roller:

Wie Mieter zu Eigentümern werden

Herr Roller, was zeichnet aus Ihrer Sicht eine seriös geplante Wohnungsprivatisierung aus?

Der Verkauf einzelner Wohnungen in Mehrfamilienhäusern erfordert stets ein individuelles Konzept – und viel Erfahrung, insbesondere in der Kommunikation und im Umgang mit den Mietern. Die SüdWERT hat bereits mehr als 7.000 Privatisierungsmaßnahmen an über 100 Einzelstandorten umgesetzt. Die sozial verantwortliche Veräußerung von Wohnungen an Mieter, Selbstnutzer und Kapitalanleger stellt seit vielen Jahren unsere Kernkompetenz dar. Für die erfolgreiche Privatisierung einer Wohnanlage berücksichtigen wir stets alle wesentlichen Aspekte der Immobilie – beispielsweise den Standort, die besonderen Objekteigenschaften sowie die Mieterstruktur.

Welche Vorteile bietet das Privatisierungsmodell der SüdWERT für Mieter und Neuerwerber im Hinblick auf die Bildung von Wohneigentum?

Wohnungsprivatisierung führt zu Angeboten im unteren Kaufpreissegment. Meist handelt es sich um durchschnittliche oder einfachere Wohnlagen und Siedlungsarchitekturen mit einfacheren Gebäudeausstattungen. Käufer sind oft Haushalte mit kleinerem Einkommen und geringem Eigenkapital. Die Wohnungsprivatisierung ist für diese Käuferschicht häufig die einzige wirtschaftlich realisierbare Variante zu Immobilieneigentum zu kommen und erfüllt damit auch eine sozialpolitisch zu befürwortende Funktion.  Unseren Mietern wird durch festgelegte Sozialrabatte auf den Kaufpreis in Kombination mit günstigen Finanzierungskonditionen die oft einmalige Chance zum Kauf ihrer bisher gemieteten Wohnung gegeben.

Die Mieter leben oft seit vielen Jahren in der Wohnung, sind mit der Umgebung vertraut, kennen die Nachbarschaft und sind daran interessiert, ihr soziales Umfeld auch bei Kauf einer Immobilie beizubehalten. Außerdem sparen Mieter, die eine Wohnung erwerben, in der sie bereits wohnen, das Geld für den Umzug, für Schönheitsreparaturen und neue Möbel. Gerade diese Ersparnis erlaubt es manchen Mietern erst, die Finanzierung eines Wohnungskaufs darzustellen. Aber auch Selbstnutzer und Kapitalanleger finden bei uns faire Kaufpreise, die weit unterhalb des Neubauniveaus liegen. Auf diese Weise ist eine solide Altersvorsorge bei vergleichsweise geringem Eigenkapitaleinsatz möglich. Dabei wird der Schutz der Mieter, die ihre Wohnung nicht selbst erwerben, durch vertragliche Gestaltungen gewährleistet.

Das aktuelle Portfolio der SüdWERT umfasst derzeit knapp 600 Wohneinheiten. Sind in Zukunft weitere Ankäufe geplant?

Um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum erfüllen zu können, sind wir ständig am Erwerb von Wohnanlagen in Süddeutschland und an anderen, wirtschaftsstarken Standorten in Deutschland interessiert. Gesucht werden bevorzugt unaufgeteilte Bestandswohnimmobilien. Ab einer ausreichenden Anzahl von Wohnungen investieren wir aber auch in bereits aufgeteilte Objekte.